herbst
23.05.2017 erstellt von: Werner Weigand


Ergebnisse ADFC Fahrradklimatest veröffentlicht

ADFC-Fahrradklima-Test 2016: Langen  hat sich leicht verbessert, Nachholbedarf bei Falschparkkontrollen und Breite von Radwegen.


Beim am 19. Mai in Berlin vorgestellten Fahrradklima-Test des ADFC landete Langen erneut nur im Mittelfeld  der fahrradfreundlichsten Städte seiner Größe, konnte aber seine Position verbessern. Im Durchschnitt geben die Langener die Note *befriedigend, 3,5", ein Zehntel Punkt besser als beim letzten Test.
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Der ADFC wollte wieder wissen, ob Radfahren in deutschen Städten Spaß oder Stress bedeutet und wie Bürger die Fahrradfreundlichkeit vor Ort einschätzen. Die fahrradfreundlichsten Städte Deutschlands wurden am Freitag im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) ausgezeichnet. Aber auch die Kritik der Radfahrer wurde intensiv diskutiert.
 
Über 120.000 Bürgerinnen und Bürger, 15 Prozent mehr als 2014, haben an der siebten Umfrage des ADFC teilgenommen und die Fahrradfreundlichkeit von 539 Städten bewertet. "So viele Städte hatten wir noch nie!" freute sich Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim BMVI, über die rege Beteiligung. Ulrich Syberg, Bundesvorsitzender des ADFC, ergänzete: "Alle 77 deutschen Großstädte sind vertreten, und bei den Mittelstädten fehlen nur neun. Das ist vor allem der Arbeit der ADFC-Aktiven vor Ort zu verdanken, die für die Teilnahme am Fahrradklima-Test geworben haben." Ausgezeichnet wurden jeweils die  fahrradfreundlichsten Städte nach vier Einwohner-Größenklassen sowie diejenigen Städte, die seit der letzten Befragung am stärksten aufgeholt haben.
 
132 Langener Radlerinnen und Radler hatten an der bundesweiten Befragung teilgenommen, 30 % mehr als vor zwei Jahren.  Langen hat sich leicht verbessert - liegt im Mittelfeld. Stand Langen bei Städten unter 50 Tsd Einwohnern 2014 auf  Rang 131 (im Bund), ist man nun auf Platz 109 vorgerückt und in Hessen von Platz 22 auf Platz 17. 
 
Lichtblicke gab es beim Kriterium "gute Erreichbarkeit des Stadtzentrums", bei der Aussage, dass Ziele zügig erreichbar sind und die Wegweisung gute Orientierung ermöglicht und dass viele Einbahnstraßen für Radler entgegen der Fahrrichtung geöffnet wurden.
 
Unzufrieden sind ´Langens Radfahrerinnen und Radfahrer vor allem mit den zu seltenen Falschparkkontrollen und zu schmalen Radwegen. Auch, dass es keine Leihfarräder gibt, wurde kritisch gesehen.
 
ADFC-Vorsitzender Werner Weigand sagt: „Fahrradfreundlichkeit ist ein wichtiger Standortfaktor für moderne Städte – deshalb sind wir froh, dass Langen seine Position leicht verbessern konnte, aber es macht uns doch Sorgen, dass sich die Langener auf dem Rad nicht wohler fühlen. Der Fahrradklima-Test zeigt, dass kontinuierliche Radverkehrsförderung auch honoriert wird und sich in einem guten Verkehrsklima niederschlägt. Die vergleichsweise kleineren Maßnahmen in Langen: erste Fahrradstraße, Fahrradstreifen an Hauptverkehrsstraßen, Öffnung von Einbahnstraßen, neue Abstellanlagen als Ersatz der Felgenkiller, Markierungen und Piktogramme, die den Radverkehr sichtbar machen und Absenken von Bordsteinen haben dazu geführt, dass sich die Position im Ranking verbessert hat.  
 
Aber es ist noch Luft nach oben. Wenn Langen will, dass mehr Menschen aufs Rad steigen und die Stadt von unnötigen Autofahrten entlasten, dann muss weiter und noch mehr getan werden. Nach wie vor fühlen sich Langener Radlerinnen und Radler in der Stadtmitte auf der Bahnstraße nicht wohl, sondern bedrängt vor allem von Parkplatz suchenden Autofahrern. Neubaugebiete werden nicht konsequent mit sicheren und vom Autoverkehr unabhängigen Radwegen mit der Stadtmitte, den Schulen und Freizeiteinrichtungen verbunden."
 
 
 
 


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