hallandräder
27.05.2020 erstellt von: Werner Weigand


Leserbrief zur Diskussion um Engstelle des Radschnellwegs

In der Langener Zeitung vom Sa, 20.06.2020 erschien ein Artikel „Eng und gefährlich“. Es ging um den Radschnellweg Frankfurt-Darmstadt im Bereich Goethestraße-Im Wiesengrund in Langen. Dazu veröffentlichte die LZ am 26.06. folgenden Leserbrief:
„Die Anwohner“ des geplanten Radschnellwegs haben über 100 Unterschriften gegen die Planung gesammelt – nicht, um den Radweg zu verhindern, wie sie betonen, sondern sie sorgen sich um die Sicherheit der Radfahrer.


Da fühlt man sich als Radfahrer doch vor den Eselskarren gespannt.

Die Initiatoren bemerken sehr richtig, dass es einige Schwachstellen auf der Strecke gibt. Aber dies sind Schwachstellen, mit denen jeder vernünftige Radfahrer gut leben kann. Eine Engstelle von 10 m Länge ist allenmal besser als ein gar nicht vorhandener Weg. Denn auf dem kann man auch nicht fahren, nicht langsam und nicht schnell. Und ja, es gibt Probleme mit parkenden Autos. Wenn die Anwohner ihre „Karre“ in ihrem Hof statt auf der Straße abstellen würden, wäre dieses Problem weitgehend beseitigt. Und wer Probleme beim rückwärts ausparken hat, der sollte rückwärts einparken, schon ist das Problem behoben.

Von den Initiatoren dieser Aktion wird die Sicherheit der Radfahrer und ihr zügiges Vorankommen vorgeschoben, um den Schnellweg – zumindest auf dieser Trasse - zu verhindern. Und da dies die einzig sinnvolle Trasse ist soll der Schnellweg letztlich ganz verhindert werden. Zumindest vor der eigenen Haustür soll er nicht vorbei führen – man/frau könnte ja zum Rücksicht-Nehmen gezwungen sein. So gesehen entpuppt sich die „sorgenvolle Aktion“ als ein Akt puren Egoismus. Wenn diese Leute doch wenigstens den Schneid hätten, dies ehrlich zu sagen. Ich bin sicher, dass es eine ganze Reihe von Anwohnern der Strecke gibt, die sich nicht vor diesen falschen Karren spannen ließen.

Nebenbei: Wussten sie, dass es kein Grundrecht auf einen öffentlichen Parkplatz vor dem eigenen Häusle gibt? Und das ist auch gut so.

Mit freundlichem Gruß
Herbert Walter


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